La Palma Mai/ Juni 2016, 

ein kleiner Beobachtungs Bericht.

Leider werden die Bedingungen hier in Deutschland Sterne zu Beobachten immer schlechter so scheint es.
Die Lichtverschmutzung hat in den letzten 50 Jahren drastisch zugenommen und die Milchstraße ist kaum
noch zu erkennen. Manche Leute lassen über Nacht sogar ihre Außenbeleuchtung an,
ob gewollt oder ungewollt wer weis.
Im Januar habe ich dann beschlossen Ende Mai Anfang Juni zur Neumondzeit nach La Palma zu fliegen
und von dort aus zu beobachten.
Vor hatte ich meinen 16“er Reisedobson mit zunehmen, der jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht fertig war.
Zum Glück hat man Freunde ( Dietmar) der einen 18“er Dobson in Puntagorda geparkt hat.
Am 24.05. ging es los, meine Okulare Meade 30 mm 82° und mein 17 mm Ethos 100 ° nahm ich auch mit.
Die Ankunft in Santa Cruz; Wolken verhangen, leichter Regen,upps.
Am nächsten Tag sah es anders aus, blauer Himmel so wie es sein soll.
Nun hiess es Dobson abholen, oh je das Gelände total verschätzt im 1. Gang gings hochund dann suchen.
Per Handy hats dann doch geklappt und zwei viel zu schwere Kisten wurden eingeladen.
Was klappert denn da beim Fahren? Es sind die Stangenhalter in der Spiegelkiste, zum Glück war es nicht
so weit, wäre schon nervig.
Der Dobson war schnell aufgebaut die Nacht könnte klar werden und sie wurde klar,
keine Wolken, richtig dunkler Himmel.
Meine gemietete Casa Herenio hatte gute Südsicht die zwar von einem jungen Drachenbaum behindert wird,
erwies sich jedoch als nicht so störend. Die Justage des Dobson kann man nur am Tage mit Hilfe der Filmdosen Technik erfolgen,hätte doch noch meinen Laser mitnehmen sollen, aber es ging.
Bevor es richtig Dunkel wird, schaute ich nach Jupiter, Saturn und Mars.
Gegen 23:00 Uhr war es soweit Omega Centauri zu ersten Mal gesichtet, sogar mit bloßen Auge zu erkennen,
im 17er Ethos füllt er das halbe Gesichtsfeld aus.
Auch Centauri A war schnell gefunden, auch zum ersten Mal gesehen.
Als Beobachtungs Strategie habe ich mir überlegt; Suchen oder Finden.
Wegen altersbedingter Fehlsichtigkeit Brille auf, Rotlicht an, Karte lesen, Brille ab auf die Suche gehen war mir zu umständlich. Versuche ich es doch mit der Scan Methode.

1.Nacht
30er Okular rein und westlich vom Löwen anfangen und von Nord – Süd abfahren, danach ¾ des Gesichstfeldes nach Osten weiter bis zum östlichen Teil des Löwen.
Dann gings zu großen Wagen. Innerhalb zwei Stunden habe ich so 75 eindeutige Galaxien gefunden.
Die schönste, M 51 wie ich sie noch nicht bis dato gesehen hatte die Spirale sehr schön aufgelöst.
Ein Vorteil wenn die Milchstraße noch nicht dominant am Nachthimmel steht, ist die freie Sicht auf viele Galaxien frei.
Der abnehmende Mond beendete die erste Nacht.

2.Nacht
als nächstes war Skorpion und Schütze mit den Hauptverdächtigen Nebel und Kugelsternhaufen an der Reihe.
An die 50 Objekte wurden beobachtet.

3. Nacht
Schwerpunkt Schwan mit Cirrus, sogar die mittlere Nebelpartie war eindeutig zu sehen.
Natürlich darf auch M 27 nicht fehlen.

4. Nacht
Helix Nebel auch zum ersten Mal im Okular.

Von 12 Nächten war nur eine Nacht etwas bewölkt, über 200 Objekte habe ich beobachten können,
einige zum ersten Mal.
In der letzten Nacht konnte der Comet C/2013 X1 PANSTARRS geschätzte 6 mag.ca. 1,5° neben Helix
bewundert werden.
Zusammenfassend kann ich sagen, La Palma hat sich richtig gelohnt und hoffe auf ein Wiederkommen.

 

höher gehts nicht                                                     !8" f 4,2 ein schönes Teil

alte Windmühle bei Santo Domingo

Die Wolken fallen auf  Los Llanos

Sandstrand bei Tazacorte

 

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